Mittwoch, 6. Januar 2010

"Ihm in die Augen sehen" von Sabine Dardenne

Gestern habe ich mir ein Buch aus der Bücherei ausgeliehen, dass ich heute vormittag bereits fertig gelesen habe: "Ihm in die Augen sehen - Meine verlorene Kindheit" von Sabine Dardenne.

Die Autorin wurde als Zwölfjährige vom belgischen Kinderschänder Marc Dutroux entführt und 80 Tage von ihm gefangen gehalten, bevor er der Polizei ins Netz geht und sie befreit werden kann.
Sie schrieb das Buch als junge Frau, nach der Gerichtsverhandlung gegen ihren Peiniger - mehr oder weniger als Therapie, um mit diesem Kapitel in ihrem Leben abschließen zu können.

Und obwohl sie "nur" ihre Gefangenschaft und die seelischen Grausamkeiten beschreibt, ohne dabei auf die körperlichen Misshandlungen genauer einzugehen, ist das Buch sehr bedrückend. Schrecklich, was so ein Mensch einem unschuldigen Mädchen antun und wie stark er es beeinflussen kann.

Jedenfalls konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und war sehr beeindruckt, wie Sabine Dardenne es geschafft hat, mit ihrer Gefangenschaft und der Zeit danach zurecht zu kommen.

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