Eigentlich mag ich es nicht, mittendrin in eine Buchreihe einzusteigen. Klar, die Haupthandlung ist trotzdem in sich geschlossen, aber es gibt ja normalerweise diverse Nebenhandlungen, die über die ganze Reihe hinweg aufgebaut werden.
Wie auch immer - diesmal habe ich meine Regel gebrochen und bin in die Krimis von Jo Nesbø mit dem 5. (?) Band eingestiegen: "Das fünfte Zeichen".
Hauptkommissar Harry Hole steckt in einer Krise: seine Kollegin Ellen wurde vor einiger Zeit getötet und er verdächtigt einen Kollegen. Leider glaubt ihm niemand, obwohl er wie besessen recherchiert. Er rutscht immer weiter ab, wird zum Alkoholiker und trennt sich von seiner Freundin. In diesem Zustand muss er denn Fall eines Serienmörders aufklären, und zwar zusammen mit dem Kollegen, den er des Mordes verdächtigt.
Der Fall ist spannend, man verdächtigt zwischendurch immer mal wieder andere Personen. Und die Aufklärung am Ende ist recht überraschend.
Außerdem fand ich Harry Hole trotz allem irgendwie sympathisch und habe mir die ganze Zeit ein persönliches Happy End für ihn gewünscht.
Das einzige, was ich vermisst habe, war eine Aufklärung der Rahmenhandlung: Wer hat die Kollegin nun tatsächlich ermordet? Was hat es genau mit dem verdächtigen Kollegen auf sich? Aber nun gut - vielleicht muss ich mich hier einfach gedulden und die nachfolgenden Bücher lesen. Was ich definitiv tun werde - Jo Nesbø hat einen neuen Fan!
-elmyra- - 12. Mär, 14:30
Und schon wieder ein Buch fertig gelesen - diesmal "Föhnlage" von Jörg Maurer.
Ich kannte Jörg Maurer nicht als Kabarettist, aber das ist er anscheinend. Und das merkt man auch seinem Romandebüt an. Flott geschrieben und mit viel Humor lässt sich der Alpenkrimi sehr gut lesen.
Es geht um Kommissar Jennerwein, der in einem idyllischen kleinen Kurort in den Alpen einen Todesfall aufklären muss: Bei einem Konzert stürzt ein Mann durch die Decke. Sowohl er als auch der Mann, auf dem er landet, sind sofort tot. Mord? Selbstmord? Oder gar ein Selbstmordattentäter? Außerdem gibt's da noch die parallele Handlung über einen Bestattungsunternehmer und seine Frau, in deren Unternehmen nicht alles mit rechten Dingen zu geht...
Zu Anfang tappen alle im Dunkeln, doch natürlich gewinnt am Schluss das Gute und der Fall wird aufgeklärt.
An vielen Stellen hätte ich herzlich lachen können, aber weil ich in der U-Bahn saß, habe ich mich auf ein Grinsen beschränkt.
Toller Humor, toller Krimi - tolles Buch.
-elmyra- - 10. Mär, 16:02
Gestern waren wir sportlich und haben uns skifahrend endlich mal auf einen richtigen Berg gewagt. :-) Nach dem Erfolg bei der privaten Schnupperstunde in Deggendorf wollten wir todesmutig jetzt auch mal in den Alpen fahren. Also ging's nach Reit im Winkl, weil das Skigebiet Winklmoosalm einen durchaus anfängertauglichen Eindruck machte. Und tatsächlich - es war sogar mehr als anfängertauglich. Zwei schöne breite, nicht zu steile Pisten und eine nette Talabfahrt, die gegen vier Uhr leider recht überfüllt war... Aber sonst war's toll, im nächsten Winter wagen wir uns sicher wieder auf die Berge.
-elmyra- - 8. Mär, 11:09
Momentan lese ich gaaanz fleißig - kommt davon, wenn man auf's Lernen in der U-Bahn keine Lust mehr hat. :-)
Gestern habe ich einen richtig dicken Wälzer fertig gelesen, und zwar "Die Bruderschaft Christi" von Ulrich Hefner.
Die Handlung ist ziemlich komplex - alles beginnt mit einer Ausgrabung in Israel, bei der (mehr oder weniger) zufällig das Grab eines Tempelritters gefunden wird. Seine Grabbeigaben bestehen unter anderem aus Dokumenten, die bezeugen sollen, dass Jesus nicht der Sohn Gottes war.
Rings um diese ungeheuerliche Entdeckung entwickelt sich dann die Geschichte: Ein Archäologieprofessor, der die Kirche vernichten will - die Kirche, die die Entdeckung mit aller Macht geheimhalten will - ein Archäologenteam, dass unerwartet in die Schusslinie gerät.
Zu Anfang und am Ende fand ich den Schreibstil irgendwie komisch, aber dazwischen war er entweder besser - oder die Handlung hat mich so mitgerissen, dass ich es nicht mehr bemerkt habe. ;-)
Daraus lässt sich schon folgern: Ja, das Buch ist spannend, sehr spannend sogar. Und es gibt einige unerwartete Wendungen.
Insgesamt also auf jeden Fall lesenswert - auch wenn ich zu Anfang von den vielen verschiedenen Handlungssträngen und Personen etwas verwirrt war.
-elmyra- - 3. Mär, 10:31
So, heute schon wieder ein Buch - diesmal eins, was mich nicht so richtig überzeugt hat: "Geständnisse eines Küchenchefs" von Anthony Bourdain.
Da mich alles, was irgendwie mit Kochen zu tun hat, interessiert, landete dieses Buch in der Bücherei auf meinem Ausleihstapel. Aber irgendwie hat es mich nicht richtig überzeugt.
Der Autor (der anscheinend ein Fernsehkoch ist - ich kannte ihn bisher nicht) schreibt in diesem Buch seine Autobiographie - vom Aushilfskoch über die Kochausbildung hin zum Küchenchef in den verschiedensten Restaurants. Dabei ist sein berufliches Dasein anscheinend vom Chaos geprägt. Und das private von Drogen und Alkohol. Nicht unbedingt eine Identifikationsfigur also - wobei er durchaus selbstkritisch ist und zugibt, dass es durchaus auch andere Küchen gibt, in denen es nicht so wild zugeht wie in seiner. Die Schilderungen aus seinen Küchen sind jedoch zum Teil echt fies und eklig - aber ich hoffe einfach mal, dass es in der Mehrheit der Restaurantküchen anders aussieht...
Naja, also Fazit bleibt ein "Geht so - ganz nett, aber muss man nicht unbedingt gelesen haben." übrig.
-elmyra- - 1. Mär, 13:54
Ziemlich genau vor einem Jahr waren wir schon einmal in der
Trattoria. Und weil es uns damals so gut gefallen hat, haben wir das Ganze gestern wiederholt.
Leider hatten wir nicht genug Hunger, um das 5-Gänge-Menü zu probieren (das immer noch 30 Euro kostet). Deshalb gab's "Jacobsmuscheln auf Ananas-Carpaccio" für mich und "Oliven- und Mascarpone-Mousse mit Feigen" für meinen Freund. Der Punkt für die bessere Vorspeise ging dabei eindeutig an mich.
Als Hauptgericht hatte ich dann "Schweinefilet im Speckmantel mit Apfelragout" und mein Freund "St. Petersfisch-Filet auf Limonensauce mit Spinat". Hier ging der Punkt eindeutig an ihn - ausgleichende Gerechtigkeit. Der Fisch mit der Limonensauce war unbeschreiblich gut, der Spinat auch sehr lecker. Dagegen kam mein Essen nicht wirklich an - zwar auch lecker, aber durch den Speck für meinen Geschmack etwas zu rustikal.
Ach ja, die Tafel mit der Tageskarte wird einem immer noch an den Tisch getragen. Die Bedienung war auch wieder sehr nett. Und zu teuer finde ich es definitv auch nicht in der Trattoria. Den schlechten Bewertungen im Internet kann ich also absolut nicht zustimmen - nix Bussi-Bussi-Gesellschaft und überteuert.
-elmyra- - 23. Feb, 18:20
Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von Dan Brown. Aber das Hörbuch stand daheim gerade rum, als ich ein neues anfangen wollte. Im Nachhinein war es gut, dass ich nicht so wählerisch gewesen bin. :-)
Die Story handelt von der jungen Wissenschaftlerin Rachel Sexton, die für die NASA einen Meteoriten-Fund untersuchen und bestätigen soll. Pikant daran: Ihr Vater möchte auf den Präsidentschaftssessel der USA und betreibt gerade mit Anti-NASA-Propaganda seinen Wahlkampf.
Zusammen mit anderen Wissenschaftlern untersucht Rachel den gefundenen Meteoriten und kommt dabei einem riesigen Schwindel auf die Spur. Dies können die Urheber natürlich nicht zulassen - Killer werden auf die Wissenschaftler angesetzt. So viel zur Handlung, mehr verrate ich nicht.
Anne Moll kannte ich vorher noch gar nicht, weder als Schauspielerin, noch als Sprecherin. Aber sie liest das Buch wirklich gut.
Stellenweise war es so spannend, dass ich nicht einschlafen konnte. Und das will was heißen, normalerweise schlafe ich wirklich bei jedem Hörbuch nach spätestens fünf Minuten ein...
Also: tolles Hörbuch, hat mir sehr gut gefallen, auf jeden Fall empfehlenswert.
-elmyra- - 22. Feb, 15:38
"Der Kugeltrick" ist das Buch, was ich vor zwei Tagen fertig gelesen hab. Zum Schluss war's so spannend, dass ich gar nicht aus der U-Bahn steigen wollte, um zur Arbeit zu gehen. (Na gut, vielleicht hatte das auch andere, sich direkt auf die Arbeit beziehende Gründe... *nerv*)
Jedenfalls geht's um den etwas heruntergekommenen Zauberer William Wilson. Durch Zufall gerät er in eine Erpressung hinein, flüchtet nach Deutschland, arbeitet dort in einem kleinen Varieté-Theater und gerät dort auch wieder in nicht ganz gesetzestreue Gesellschaft.
Die Kapitel spielen immer abwechselnd in Deutschland und in Glasgow, wobei die Glasgow-Kapitel zeitlich später anzusiedeln sind.
Je weiter man liest, umso klarer wird, das am Ende der Deutschland-Episode etwas Schreckliches passiert sein muss.
Erst ganz am Ende wird die Handlung zusammengeführt und alle Punkte aufgeklärt. Man erfährt die Hintergründe der Erpressungs-Geschichte genauso wie das Ende der Deutschland-Episode.
Wie gesagt, gerade zum Ende hin ist das Buch extrem spannend. Ich fand's toll, auch wenn mir dann die allerletzte Auflösung nicht gefallen hat - Achtung Spoiler: Hier hätte ich mir etwas weniger "HappyEnd" gewünscht, sondern stattdessen eher eine dramatischere Lösung mit einer toten Sylvie, ausgenutzt aus finanziellen Gründen von Onkel Dix, der dann die alleinige Schuld getragen hätte. Aber na gut, so war's nicht - trotzdem war's ein gutes Buch.
-elmyra- - 19. Feb, 13:13