Mittwoch, 17. Februar 2010

Valentins-Menü im Kleinschmidtz

Am Sonntag haben wir den Valentins-Tag im Restaurant Kleinschmidtz gefeiert. Dort gab es ein tolles 6-Gänge-Menü:

Amuse Bouche: Gebackene Auster
Ich hab noch NIE Austern gegessen. So in gebackener bzw. überbackener Form war's ganz nett, weil's hauptsächlich nach Käse-Sahne-Masse geschmeckt hat.

Selleriecremesuppe mit Thai-Ingwer
Sehr sehr lecker. Nur der Deko-Koriander hat mich gestört, der schmeckt mir einfach nicht.

Tatar vom Wolfsbarsch mit Sesam, Soja, Wasabi und Reis mit Shiitake
Obwohl das Gericht schon vom Lesen her sehr nach Sushi klingt, hatte ich warmen Reis erwartet - Irrtum. Alles war kalt. Trotzdem schmeckte es gut, der etwas langweilige Shiitake-Reis wurde durch die Sauce aus geröstetem Sesam und Sojasauce gut aufgepeppt. Leider war der Tartar etwas zwieblig - feiner hacken und/oder Schalotten verwenden wäre nett gewesen.

Passionsfruchtgranitée mit Vanille und Zimt
Wow - davon hätte ich am liebsten ne doppelte Portion gehabt.

Lammkarree mit Rosmarin-Honigsauce, rotem Paprika mit Safran und Polenta mit Kardamom
Ganz ganz toll - zartes Fleisch, sehr leckere Sauce, tolle Beilagen. Eindeutig der Höhepunkt des Menüs.

Crême brulée von Kokosmilch mit Ingwer
Nette Idee - aber nicht so ganz mein Geschmack. Viel zu viel Ingwer, vor allem, weil lauter Stücke drin waren. Mir wär's lieber gewesen, wenn man das Ganze nach dem Kochen durchgesiebt hätte, so dass zwar der Ingwer-Geschmack dagewesen wäre, aber keine Ingwerstücke. Von daher eher ein schwächeres Dessert.

Ansonsten: Bedienung sehr nett, Ambiente toll - beim Wein ein Treffer (rot) und ein Trostpreis (weiß). Insgesamt ein sehr schöner Abend und ein Restaurant, dass einen erneuten Besuch wert ist.

Montag, 25. Januar 2010

Schuhbecks Theatro

Am liebsten würde sich elmyra momentan in ein dunkles schwarzes Loch verkriechen... Gestern ist sie aber doch mal wieder nach draußen gekrabbelt - wir hatten Karten für Schuhbecks Theatro. Weihnachtsgeschenk von Schatzis Eltern - war echt richtig toll.

16.17 Uhr: Abfahrt mit dem Bus Richtung U-Bahn, von dort dann weiter nach Riem.

17.10 Uhr: Ankunft im Spiegelpalast, erschlagen von den Menschenmengen. Jacken abgegeben, Plätze erfragt.

17.15 Uhr: Der eigentliche Varieté-Bereich wird geöffnet, die Menschenmassen stürzen los.

17.25 Uhr: Wir sitzen am Tisch - gequetsch wie Sardinen in der Dose. Acht Leute am Tisch sind eindeutig zu viel - der arme Kellner weiß kaum, wo er die Getränke hinstellen soll. Zumal die Vorspeise schon unter großen silbernen Deckeln wartet. Der Aperitif (Himbeerpüree mit Prosecco und Kombucha) schmeckt sehr lecker.

17.35 Uhr: Wir heben die Deckel zur Vorspeise. "Variation von Schuhbecks Lachs: Wildlachs mariniert mit Orange und Basilikum, Tartar von Lachs mit Honig-Senf-Dillsoße, Terrine von Rote Beete und Meerrettich"
Von Orange und Basilikum schmeckte man leider nichts, die Terrine war - vermutlich wegen meiner Abneigung gegen Rote Beete und Meerrettich... - eher mittelmäßig. Aber ansonsten lecker - und optisch sehr schön.

18.00 Uhr: Die Show beginnt - in lockerem Wechsel gibt es immer ein oder zwei Varieté-Nummern und einen weiteren Gang vom Menü. Sowohl die Artisten als auch das Essen sind phantastisch. Als zweiten Gang gab es "Getrüffelte Kartoffelsuppe mit Fleischpflanzerl", dann "Rosa gebratenes Kalbsfilet auf Serviettenknödel
an Rahmwirsing und Siebenerlei-Pfeffer Sauce" und zum Abschluss "Dessertvariation: Geeister Kaiserschmarrn,
Fruchtsalat mit Espuma von Maracuja, Quittenstrudel mit Gewürzsahne"

21.30 Uhr: Wir machen uns glücklich und zufrieden auf den Heimweg. Die Begeisterung kennt keine Grenzen - ein wirklich toller Abend.

Mittwoch, 6. Januar 2010

"Ihm in die Augen sehen" von Sabine Dardenne

Gestern habe ich mir ein Buch aus der Bücherei ausgeliehen, dass ich heute vormittag bereits fertig gelesen habe: "Ihm in die Augen sehen - Meine verlorene Kindheit" von Sabine Dardenne.

Die Autorin wurde als Zwölfjährige vom belgischen Kinderschänder Marc Dutroux entführt und 80 Tage von ihm gefangen gehalten, bevor er der Polizei ins Netz geht und sie befreit werden kann.
Sie schrieb das Buch als junge Frau, nach der Gerichtsverhandlung gegen ihren Peiniger - mehr oder weniger als Therapie, um mit diesem Kapitel in ihrem Leben abschließen zu können.

Und obwohl sie "nur" ihre Gefangenschaft und die seelischen Grausamkeiten beschreibt, ohne dabei auf die körperlichen Misshandlungen genauer einzugehen, ist das Buch sehr bedrückend. Schrecklich, was so ein Mensch einem unschuldigen Mädchen antun und wie stark er es beeinflussen kann.

Jedenfalls konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und war sehr beeindruckt, wie Sabine Dardenne es geschafft hat, mit ihrer Gefangenschaft und der Zeit danach zurecht zu kommen.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Bella Roma

Sonntag abend waren wir im Bella Roma - zum zweiten Mal. Und irgendwie war ich enttäuscht. Aber vielleicht sollte ich die Geschichte von vorne erzählen. :-)

Kurz nach dem Umzug fiel uns das Restaurant Bella Roma in Ottobrunn auf - weil es einfach sehr nett von außen ausschaut und einen guten Eindruck macht. Allerdings stellten wir fest, dass die Tische draußen immer komplett leer waren, was ja nun kein besonders gutes Zeichen ist...
Im Sommer sind wir dann mal hingeradelt, und ein Blick auf die Karte überzeugte uns nicht wirklich. Das typische Standard-Angebot von Pizza und Pasta, und das war's.

Vor ein paar Wochen haben wir uns dann doch mal hineingetraut - und waren positiv überrascht. Erstens: Die Leute saßen im Sommer wohl auf der hinteren Terasse, die man von der Straße nicht sieht. Zweitens: Es gibt eine recht umfangreiche Wochenkarte mit Fleisch- und Fischgerichten, auf der lauter leckere Dinge zu finden sind. Nachdem das Essen dann also recht gut war, waren wir mit dem Bella Roma versöhnt. Und waren vor zwei Tagen wieder da.

Für mich gab es eine Hummercremesuppe mit gebratenen Scampi. Mein Freund hatte Vitello Tonnato. Und sein Bruder einen Rucola-Salat mit irgendwas Meeresfrüchte-mäßigem. Meine Suppe war okay, aber nicht mehr. Aber die anderen beiden Vorspeisen waren sehr gut.
Dann kam mein Hauptgericht: Ravioli mit Entenfleisch und Maroni gefüllt in Taleggio-Sauce. Naja. Die Sauce war gut - schmeckte aber kaum nach Taleggio. Und die Ente in der Füllung schmeckte irgendwie säuerlich, so ähnlich wie diese typischen fertigen "Feinkost"-Salate (Thunfisch- oder Geflügelsalat z.B.), so ein bisschen Mixed-Pickles-mäßig. Eher nicht so meins... Auch das andere Hauptgericht, für das sich die beiden Jungs entschieden hatten (Canelloni mit Fleisch und Gemüse), fand ich nicht so prickelnd. Immerhin war der Nachtisch dann gut, ein Schokoladensoufflé mit Vanillesauce und Früchten.

Also: Vitello Tonato absolut top, bei Pasta von der Wochenkarte sollte man skeptisch sein, Nachtisch hervorragend. Ganz in Ordnung, aber nicht so richtig großartig.

Montag, 21. Dezember 2009

"Konzert für die linke Hand" von Lea Singer

Damit ich nicht ständig nur über's Essen schreibe, geht es heute mal wieder um ein Buch. Leider um eins, was ich nicht zu Ende lesen werde, und zwar "Konzert für die linke Hand" von Lea Singer.

Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von Paul Wittgenstein, Sohn des österreichischen Stahl-Magnaten Karl Wittgenstein, der entgegen aller Wünsche und Vorstellungen seiner Eltern (vor allem seines Vaters) Pianist wird. Davon kann ihn auch der Verlust seines rechten Armes im ersten Weltkrieg nicht abbringen.

Zu Anfang hat mir das Buch noch ganz gut gefallen: die Beschreibung der vielen Wittgenstein-Kinder, die alle unter dem Regiment des Vaters und der Kälte der Mutter leiden und auf verschiedenste Arten damit umzugehen versuchen - und im Endeffekt alle scheitern. Auch die Beschreibung des ersten Weltkriegs aus der Sicht von Paul Wittgenstein und seine Erlebnisse haben sich noch ganz gut gelesen. Doch die Schilderung der Zeit nach dem ersten Weltkrieg (die ca. das letzte Drittel des Buches einnimmt) gefällt mir nun gar nicht mehr. Das Verhalten der noch lebenden Wittgenstein-Kinder ist für mich schwer nachvollziehbar, ich finde sie allesamt (bis auf Paul) eher furchtbar und habe einfach keine Lust, mich mit ihnen und ihren Problemen auseinanderzusetzen.

Das Lesen gestaltet sich jetzt also eher zäh, so dass ich beschlossen habe, keine Zeit mehr auf ein Buch zu verschwenden, bei dem mir das Lesen so wenig Spaß macht.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Café Mozart

Gestern abend war der vorweihnachtliche, teaminterne Abschied von den Kollegen angesagt, die ab Januar nicht mehr bei uns in München arbeiten.

Die Mehrheit wollte ins Café Mozart, also kam ich mit meiner einzelnen Gegenstimme nicht weit...

Auf der Wochenkarte standen dann viele schöne Sachen - einer von uns entschied sich für das Steak (das in Begleitung einiger Gambas serviert werden sollte), ein anderer Kollege und ich auch wollten die Gnocchi haben (Kürbis-Trüffel-Gnocchi mit Putenstreifen in Pernot-Rahm-Sauce). Nach einiger Zeit kamen die ersten Teller, z.B. ein Steak ohne Gambas. Auf Nachfrage wurde uns kurz die Karte unter die Nase gehalten, wo tatsächlich ein Steak ohne Gambas aufgeführt war. Der Kollege gehört zur unproblematischen Sorte und dachte sich "Na gut, standen anscheinend zwei Steaks drauf, passt schon." Dann kamen die nächsten Teller, zwei Mal Gnocchi. Komischerweise dreifarbig, mit Schinken statt Putenstreifen und mit Pestosauce statt Pernot-Rahm-Sauce. Hatte eher wenig mit dem zu tun, was wir glaubten bestellt zu haben. Aber wir hatten Hunger und haben's gegessen.
Als wir dann erneut die Karten in der Hand hatten, um Cocktails auszusuchen, stellten wir fest, dass plötzlich eine andere Wochenkarte drin lag. Wo ein Steak ohne Gambas und "Gnocchi Tricolore mit Parmaschinken und Pestosauce" draufstanden... Eine reife Leistung, vier Karten mit falscher Wochenkarte an den Tisch zu bringen - und das am Mittwoch, wenn Montags die Karte wechselt...

Doch es ging noch weiter. Meine Bestellung eines "Harvey Wallbanger" verursachte große Verwirrung bei der Bedienung, nach mehrfachen Nachfragen bat sie mich, ihr das Getränk in der Karte zu zeigen... Laaaange Zeit später bekam ich den Cocktail dann tatsächlich - allerdings in sehr merkwürdiger Form: Vodka und Galliano mit Eiswürfeln im Glas, dazu eine kleine Karaffe mit O-Saft. Bäh, dadurch war das Mischungsverhältnis zu Anfang natürlich eher unausgewogen, weil nur die Hälfte vom Saft ins Glas passte...

Danach habe ich den Abend beendet und bin gegangen. Man könnte sagen: das Café Mozart hat mich nicht wirklich begeistert. Falsche Wochenkarten, angeblicher Parmaschinken (der ziemlich sicher keiner war), ölige Pestosauce, unfähige Bedienung und komische Cocktails. Nein danke, so schnell nicht wieder...

Sonntag, 13. Dezember 2009

Weihnachtsfeier im Phantasialand

Nobel ging's zu bei meiner ersten (und vielleicht gleichzeitig letzten?? *g*) Weihnachtsfeier in der neuen Firma.

Die Kölner Muttergesellschaft hatte die Feier organisiert, und zwar im Phantasialand. Also ging's am Freitag mittag für uns los, ab zum Flughafen, Flug nach Köln, schnell einchecken im Hotel in Hürth und dann weiter ins Phantasialand.

Dort durften wir uns die (etwas läppische) Show "Die magische Rose" anschauen - die durch Nieselregen und unüberdachte Tribünen nicht gerade besser wurde...

Danach kamen wir endlich wieder ins Warme, die eigentliche Feier in Wuzetown ging los. Chinesisches Buffet (ganz nett, aber nicht überragend) und dazu zwei Indoor-Achterbahnen (super). Einstimmige Meinung: Tolle Idee und wirklich lustig.

Nach dem Essen legte der DJ los - und spätestens beim Fliegerlied standen alle Münchener auf der Tanzfläche - zwischen den etwas entgeistert schauenden Kölnern... Den Rest des Abends haben wir dann ebenfalls tanzend verbracht, was für mich recht anstrengend war - als einzige Frau steht man ganz schön im Mittelpunkt. Aber das macht ja durchaus auch mal Spaß.

Leider gestaltete sich der Rückweg ins Hotel etwas schwierig, da der Taxiunternehmer anscheinend kein Geld mit uns verdienen wollte und kein Taxi vorbeischickte. Letztendlich haben wir nach einer dreiviertel Stunde in der Kälte dann doch noch eins bekommen, so dass ich um vier Uhr endlich im Bett lag. Blöderweise ging um halb neun schon wieder der Wecker, damit wir pünktlich den Rückflug nach München antreten konnten. Aber im Vergleich zu anderen Kollegen sah ich beim Frühstück recht frisch aus, glaube ich. ;-)

Freitag, 4. Dezember 2009

Bohne & Malz am Stachus

Im Bohne & Malz am Stachus war ich vor Kurzem gleich zweimal - einmal mit meinem Freund und einmal mit einem früheren Kollegen aus Passau, den es kurzfristig nach München verschlagen hat.

Und ich würde jederzeit wieder hingehen - der Laden ist einfach toll. Sehr nette Atmosphäre, wenn auch leider "etwas" vollgestopft. Aber liegt wohl dran, dass viele Leute gerne hingehen. :-)

Jedenfalls hatte ich zweimal "Rotondi" von der Wochenkarte. Also Teigtaschen, einmal mit Kaninchenfiletstreifen, einmal mit Rinderfiletstreifen. Und jeweils eine andere Füllung und eine andere Sauce dazu. Was soll man sagen - der Hammer. Einfach lecker, super Qualität.

Das Bohne & Malz am Stachus ist eine meiner liebsten Lokalitäten, wenn man in der Münchener City unterwegs ist. Wobei man dazusagen sollte, dass die Zweigstelle am Rathaus lange nicht so toll ist. Die am Rotkreuzplatz hab ich bisher noch nicht kennengelernt.

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