Freitag, 23. April 2010

"Leichenblässe" von Simon Beckett

Und schon wieder ein Buch fertig gelesen - diesmal ein Bertelsmann-Spontaneinkauf von meinem Freund. Da wir beide die ersten beiden David-Hunter-Bücher richtig gut fanden, mussten wir das dritte natürlich auch haben.

Hier nun der passende Blog-Eintrag dazu - aber Achtung: Spoiler *g*.

David Hunter will nach seinem letzten Fall, bei dem er durch die Mörderin schwer verletzt wurde, eine Auszeit nehmen. Er reißt für einen Forschungsaufenthalt zur Body Farm in Tennessee. Doch sein Mentor Tom Lieberman zieht ihn in eine Mordermittlung hinein.
Wieder mal ist Beckett-typisch der Täter nicht der, den man zu Anfang dafür hält. Es gibt viele falsche Spuren (mein Lieblingsverdächtiger zu Anfang war tatsächlich Lieberman - leider stirbt der relativ schnell an einem Herzinfarkt und scheidet dadurch aus...) Irgendwann in der Mitte schießen sich dann alle auf einen Hauptverdächtigen ein - ich war mir sicher, dass es der nicht ist. Aber leider gab's nicht viele Alternativen, so dass ich zwar sicher war, dass es am Ende eine Wendung gibt. Aber mitraten, so wie bei den anderen Büchern, ging irgendwie nicht. Tatsächlich stellte sich dann ganz am Ende heraus, dass der Hauptverdächtige eine falsche Spur war. Aber leider kam das Ganze so plötzlich und ohne vorherige Andeutungen auf diesen Täter, dass es mir nicht wirklich gefallen hat.

Fazit: Ein gutes, sehr spannendes Buch. Aber das Mitraten und Überlegen, was mir in den ersten beiden Bänden so viel Spaß gemacht hat, fiel hier leider ab ca. der Hälfte des Buches aus. Deshalb in meinen Augen der bisher schwächste Hunter-Roman.

Mittwoch, 7. April 2010

Beim Oberwirt in Obing

Über Ostern waren wir bei Schatzis Eltern. Und für Karfreitag hatte er sich was Besonderes gewünscht: Ein Abstecher zum Oberwirt in Obing. Dort gibt's immer in den zwei Wochen vor Ostern "Französische Wochen".

Passend zum Karfreitag hab ich Fisch bestellt, und zwar Steinbutt mit Zitronenbuttersauce, Spinat und dazu Kürbisravioli. Hmmmmm, sehr lecker. Vorher gab's eine Provencalische Fischsuppe - so ähnlich wie Bouillabaise, aber ohne Fischeinlage. Und dazu Brot mit Rouille, also gewürzter Knoblauchmayonnaise. Einfach toll.
Auch die anderen am Tisch hatten sehr leckere Sachen - von der riesigen Meeresfrüchteplatte über Lammkeule, Hirschfilet mit Kirschsauce bis zum Schwertfisch ging's bei den Hauptgerichten quer durch die Karte.
Und auch die Vorspeisen konnten sich sehen lassen: Mit Mohn und Zitrone gebeizter Thunfisch und gegrillte Jakobsmuschel, Wintertrüffelsuppe oder Spargelmousse mit Krebsschwänzen.

Sogar ein Dessert haben wir noch probieren müssen - Nougat-Parfait mit glasierten Äpfeln und Himbeersauce.

Jetzt weiß ich, warum es heißt "Essen wie Gott in Frankreich". *g* Nächstes Jahr gerne wieder.

Donnerstag, 1. April 2010

"Britannica und ich" von A. J. Jacobs

Wieder mal eine "Spontan-Mitnahme" aus der Bücherei - diesmal eine richtig gute.

Der Autor A. J. Jacobs ist Journalist beim Esquire. Und da er das Gefühl hat, noch nie etwas wirklich Tolles zu Stande gebracht zu haben, fasst er den Plan, die gesamte Encyclopaedia Britannica zu lesen.

Auf diesem Weg durch den Dschungel des gesamten Menschheitswissens begegnen im viele spannende, lustige oder sonstwie bemerkenswerte Einträge, an denen er seine Leser teilhaben lässt.
Gleichzeitig erzählt er, was er in dem einen Jahr, das seine Lektüre dauert, sonst noch erlebt: Fast schon verzweifelte Versuche, ein Kind zu zeugen - der Versuch, an "Jeopardy" und "Wer wird Millionär teilzunehmen" - und viele alltägliche Versuche, sein neu erworbenes Wissen an den Mann zu bringen. (Was nicht immer gut ankommt. Eigentlich fast nie.)

Gelernt habe ich bei der Lektüre des Buches auch einiges. Zum Beispiel, dass Descartes auf schielende Frauen stand und das A-ak eine asiatische Musikform ist.
Aber nicht nur deswegen hat es mir sehr gut gefallen - sondern einfach, weil eine sympathische Hauptfigur sich auf ein ziemlich seltsames Unterfangen einlässt und - Achtung Spoiler :-) - es sogar zu Ende führt. Und dabei neben viel Faktenwissen auch zu einigen philosophischen Erkenntnissen kommt.

Donnerstag, 25. März 2010

"Slam" von Nick Hornby

Neulich spazierte elmyra gemütlich durch die Bücherei, ziemlich ziellos auf der Suche nach neuem Lesestoff. Ah da - ein neues Buch von Nick Hornby. Hmm, der Klappentext klingt irgendwie nicht so vielversprechend: 16-Jähriger Skater schwängert seine Freundin und haut ab. Aber andererseits - so schlecht kann ein Buch von Nick Hornby gar nicht sein.

Also hab ich's doch mitgenommen und gelesen - und war positiv überrascht. Locker und mit viel Humor geschrieben, der Stil so, dass es tatsächlich zur Ich-Perspektive eines 16-jährigen passt. Und trotz aller Verwicklungen am Schluss ein Happy End - was will man mehr?

Dienstag, 23. März 2010

"Alice im Wunderland" von Lewis Caroll

Nö, ich war nicht im Kino - ich hab gelesen. Der Kino-Film steht demnächst hoffentlich auch mal an, aber bisher haben wir's noch nicht geschafft. Deshalb hab ich mir zur Einstimmung das Buch aus der Bücherei geholt - und war enttäuscht.

Den Anfang des Buches kannte ich noch: Alice krabbelt einem weißen Kaninchen hinterher in ein Loch im Boden, fällt in die Tiefe und landet im Wunderland. Ab hier konnte ich mich nicht mehr an die weitere Handlung erinnern. Was aber auch kein Wunder ist, denn eigentlich handelt es sich nur um lose miteinander verknüpfte Episoden, die in den einzelnen Kapiteln erzählt werden. Alice trifft verschiedene Personen und Tiere, wächst und schrumpft dabei öfter mal - und stellt fest, dass sie mit keinem Wesen, dem sie begegnet, sinnvolle Unterhaltungen führen kann.

Naja, ein Buch was man nicht unbedingt lesen muss, würde ich sagen. Ich hoffe mal, dass mir der Film besser gefällt.

Montag, 22. März 2010

Da Vinci

Samstag haben wir meinen Geburtstag nachgefeiert und waren im "Da Vinci" in Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Dort wird nur mit Bio-Produkten gekocht, und zwar auf sehr hohem Niveau. Und im Vergleich mit Münchener Preisen ist's direkt billig. :-)

Zu Beginn gab's einen Gruß aus der Küche in Form eines Fischpflanzerls mit Dillgurken.
Als Vorspeisen hatten wir dann z.B. Pilzessenz mit Kartoffelschaum oder Jakobsmuscheln mit Röstzwiebeln, Apfelchutney und gebratener Blutwurst.
Als Hauptgericht gab's Lende und Schulter vom Rind mit Spinat, geschmorten Schalotten und Steckrübentörtchen oder Rückensteak vom Duroc-Schwein.

Jedes einzelne Gericht schmeckte wirklich sehr lecker - und die Portionen waren sehr groß. Deshalb haben wir auch auf den Nachtisch verzichtet.

Fazit: Essen super, Service leider etwas langsam, auf jeden Fall einen Besuch wert. (Auch wenn der Abend aus anderen Gründen eher anstrengend war...)

Sonntag, 21. März 2010

"Artemis Fowl" von Eoin Colfer

Aus bewerbungstechnischen Gründen durfte ich meinen Geburtstag größtenteils im Flieger verbringen. Mit dabei ein handliches Buch, dessen Umfang ziemlich genau für Hin- und Rückreise gepasst hat.

Leider war der Umfang aber das einzige, was gepasst hat - der Inhalt definitiv nicht.

Worum geht's? Der junge Artemis Fowl (12 Jahre ist er alt, glaube ich) stammt aus einer Verbrecherfamilie. Sein Vater ist verschwunden, die Mutter seitdem schwer krank. Also will Artemis die Familienfinanzen sanieren, indem er sich das Gold der Elfen holt. Diese leben unter der Erde, haben dort riesige eigenen Städte und sind trotz aller Märchenhaftigkeit eher ein technologisches Volk und den Menschen in dieser Hinsicht deutlich überlegen.
Artemis kidnappt eine dieser Elfen, um das Elfengold als Lösegeld zu erhalten. Dies lassen die Elfen sich jedoch nicht gefallen und schicken ein Rettungskommando. Wie das Ganze ausgeht, werde ich hier nicht verraten.

Tja, was soll man sagen - mäßige Handlung, absolut unsympathischer Hauptdarsteller, seltsam-technologisches Elfenvolk - insgesamt absolut nicht mein Fall. Ich kann den Hype um die Buchserie nicht verstehen und werde sicher keinen weiteren Band mehr lesen.

Donnerstag, 18. März 2010

Mao

Ziemlich spontan wollten wir gestern abend essen gehen - nach kurzer Internet-Suche sind wir dann im Mao gelandet, weil sowohl die Fotos als auch die Speisekarte auf der Homepage sehr ansprechend waren.

Und wir wurden nicht enttäuscht. Das ambiente ist sehr schlicht, ganz im Gegensatz zu diesen quietschbunten China-Restaurants, die man sonst oft findet. Und auch das Essen machte einen authentischen, chinesischen Eindruck und war nicht ganz so an den westlichen Geschmack angpasst wie so häufig.
Als Vorspeise entschieden wir uns für Frühlingsrolle und Wantansuppe - beides ausgesprochen lecker. Als Hauptgericht gab es einen Glasnudelsalat mit Hähnchen und geschmorte Hähnchenschenkel mit chinesischen Auberginen und Taro. Leider war die Sauce zu den Hähnchenschenkeln sehr scharf - obwohl ich extra eins der Gerichte ausgesucht hatte, wo nicht "scharf" dranstand. Naja, das hatten wir ja schon öfter mal... Aber trotzdem war's sehr lecker. Und bei 35 Euro für zwei Personen war's auch noch ausgesprochen günstig.

Also: definitiv einen zweiten Besuch wert.

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