gelesen
Gestern habe ich mir ein Buch aus der Bücherei ausgeliehen, dass ich heute vormittag bereits fertig gelesen habe: "Ihm in die Augen sehen - Meine verlorene Kindheit" von Sabine Dardenne.
Die Autorin wurde als Zwölfjährige vom belgischen Kinderschänder Marc Dutroux entführt und 80 Tage von ihm gefangen gehalten, bevor er der Polizei ins Netz geht und sie befreit werden kann.
Sie schrieb das Buch als junge Frau, nach der Gerichtsverhandlung gegen ihren Peiniger - mehr oder weniger als Therapie, um mit diesem Kapitel in ihrem Leben abschließen zu können.
Und obwohl sie "nur" ihre Gefangenschaft und die seelischen Grausamkeiten beschreibt, ohne dabei auf die körperlichen Misshandlungen genauer einzugehen, ist das Buch sehr bedrückend. Schrecklich, was so ein Mensch einem unschuldigen Mädchen antun und wie stark er es beeinflussen kann.
Jedenfalls konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und war sehr beeindruckt, wie Sabine Dardenne es geschafft hat, mit ihrer Gefangenschaft und der Zeit danach zurecht zu kommen.
-elmyra- - 6. Jan, 17:33
Damit ich nicht ständig nur über's Essen schreibe, geht es heute mal wieder um ein Buch. Leider um eins, was ich nicht zu Ende lesen werde, und zwar "Konzert für die linke Hand" von Lea Singer.
Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von Paul Wittgenstein, Sohn des österreichischen Stahl-Magnaten Karl Wittgenstein, der entgegen aller Wünsche und Vorstellungen seiner Eltern (vor allem seines Vaters) Pianist wird. Davon kann ihn auch der Verlust seines rechten Armes im ersten Weltkrieg nicht abbringen.
Zu Anfang hat mir das Buch noch ganz gut gefallen: die Beschreibung der vielen Wittgenstein-Kinder, die alle unter dem Regiment des Vaters und der Kälte der Mutter leiden und auf verschiedenste Arten damit umzugehen versuchen - und im Endeffekt alle scheitern. Auch die Beschreibung des ersten Weltkriegs aus der Sicht von Paul Wittgenstein und seine Erlebnisse haben sich noch ganz gut gelesen. Doch die Schilderung der Zeit nach dem ersten Weltkrieg (die ca. das letzte Drittel des Buches einnimmt) gefällt mir nun gar nicht mehr. Das Verhalten der noch lebenden Wittgenstein-Kinder ist für mich schwer nachvollziehbar, ich finde sie allesamt (bis auf Paul) eher furchtbar und habe einfach keine Lust, mich mit ihnen und ihren Problemen auseinanderzusetzen.
Das Lesen gestaltet sich jetzt also eher zäh, so dass ich beschlossen habe, keine Zeit mehr auf ein Buch zu verschwenden, bei dem mir das Lesen so wenig Spaß macht.
-elmyra- - 21. Dez, 10:12
Heute geht's mal wieder um ein Buch, und zwar um den viel gelobten und hochdekorierten Krimi "Tannöd". Was soll man sagen - ich fand ihn nicht besonders gut.
Das (sehr kurze) Buch schildert einen echten Mordfall, bei dem auf einem einsamen Bauernhof in Niederbayern eine ganze Familie brutal erschlagen wird.
Die einzelnen Kapitel sind aus der Sicht verschiedener Personen erzählt, die die Familie kannten. Und zwar so, als ob sie gerade mit einem Reporter über den Fall reden würden. Dazwischen eingeschoben sind einige Kapitel aus Sicht des Mörders, der aber noch anonym bleibt. Erst im letzten Kapitel wird seine Identität aufgeklärt. Durch diesen sehr journalistischen Stil hat mich das Buch nicht wirklich mitgerissen. Und die Auflösung am Ende war auch eher mäßig und hat mich ziemlich kalt gelassen. Insgesamt war das Buch also nicht so wirklich meins.
-elmyra- - 14. Okt, 10:26
Vor ein paar Wochen war ich zum ersten Mal in der Bücherei in Ottobrunn - und hab reichlich zugeschlagen. Eines der Bücher liegt seitdem auf meinem Nachttisch, aber das Lesezeichen wandert nur sehr langsam und sehr sporadisch weiter nach hinten: "Das große Handbuch der Geheimgesellschaften" von Caroline Klima.
Das Buch ist für ein Sachbuch ganz nett und recht locker geschrieben. Aber inhaltlich leider für die Tonne: Das Buch beginnt mit einem Ausflug in die Historie, bei dem die Priesterkaste in Ägypten und einige philosophische Vereinigungen im alten Griechenland vorgestellt werden. Danach schreitet man weiter fort durch die Zeit und lernt den Templerordern und die Rosenkreuzer kennen. Und dann geht es in die Gegenwart, wo z.B. die Zeugen Jehovas, Scientology und Skull&Bones vorgestellt werden.
Klingt soweit noch ganz gut - aber leider sind die einzelnen Kapitel sehr kurz und bieten nur einen knappen und oberflächlichen Abriss. Über die Zeugen Jehovas und Scientology z.B. habe ich nichts erfahren, was nicht eh schon jeder weiß...
Also werde ich das Buch wohl nicht zu Ende lesen und es bei der nächsten Gelegenheit zurück in die Bücherei verfrachten.
-elmyra- - 18. Sep, 11:19
Dank eines Arbeitsweges von 60 Minuten (einfach) habe ich jetzt sehr viel Zeit zum Lesen. Das letzte Buch in der langen Reihe war "Der kleine Wagen" von Regina Felin.
Das Buch handelt von der 13-jährigen Regina, deren Vater als Bahnbeamter während des zweiten Weltkriegs nach Polen versetzt wird. Als die Front näher rückt, flieht sie von dort aus mit ihrer Mutter zu Freunden nach Bayern, wo sie das Kriegsende erleben und schließlich auch wieder mit dem Vater vereint sind.
Ein sehr schönes Buch mit einer sympathischen Hauptperson. Dank des lockeren Schreibstils hatte ich es viel zu schnell fertig gelesen.
-elmyra- - 30. Aug, 10:40
Ja richtig, einen Beitrag gleichen Titels gab's doch vor Kurzem schon mal. Diesmal geht's aber um das Buch und nicht um das Hörbuch. Das hab ich nämlich im Osterurlaub gelesen.
Die Geschichte finde ich nach wie vor beeindruckend - und beängstigend. Aber als Buch hat's mir nicht so gut gefallen wie als Hörbuch. Der sehr trockene, berichtsmäßige Schreibstil ist irgendwie nicht so richtig meins. Also ein Buch, das ich eher nicht nochmal lesen werde.
-elmyra- - 14. Apr, 11:12
Tja, schon wieder ein Buch zum Bloggen - diesmal ging's sehr schnell, denn ich hab's gar nicht zu Ende gelesen. Totale Pleite, könnte man sagen...
Obwohl sich der Klappentext echt gut angehört hat: verwöhntem reichen Sohn wird vom Vater der Geldhahn abgedreht. Daraufhin eröffnet er mit einem Koch, den er kurz vorher kennengelernt hat, eine Tapas-Bar. Doch dann stellt sich heraus, dass besagter Koch ein ziemlich finsterer Geselle ist und einen schrecklichen Racheplan schmiedet.
Leider geht die vermutlich spannende Geschichte völlig unter - denn der Autor hat zwei unschöne Neigungen: zu endlos langen Schachtelsätzen und zu derben, vulgären, fast schon ekelhaften Schilderungen irgendwelcher sexueller Handlungen. Beides trifft nicht wirklich meinen Geschmack, so dass ich das Buch recht schnell wieder an die Seite gelegt habe.
-elmyra- - 11. Mär, 14:38
Band 2 aus der "Mitchell & Markby"-Reihe - diesmal als Buch und nicht als Hörbuch.
Die Konsulin Meredith Mitchell lässt sich zurück nach England versetzen. Sie bezieht ihr neues Zuhause kurz vor Weihnachten und lernt in dem sehr einsamen Ort ihre Nachbarin kennen. Einige Tage später stirbt diese - augenscheinlich bei einem Reitunfall. Doch wie sich herausstellt, steckt mehr dahinter. Und so trifft Meredith auch Inspektor Markby wieder - doch auch diesmal kommt es nicht wirklich zu einer Annäherung zwischen den beiden.
Ein sehr spannendes und gleichzeitig lustiges Buch, das mir noch besser gefallen hat als der 1. Band.
-elmyra- - 10. Mär, 13:19
Dieses Buch stand schon lange bei mir im Regal rum - irgendwie hatte ich nie wirklich Lust, es zu lesen.
Dabei ist es eigentlich eine nette Geschichte: Über den Dschinn Bartimäus, der vom Nachwuchszauberer Nathanael beschworen wird und ihm deshalb dienen muss. Was er nur sehr widerwillig tut. Gemeinsam legen die beiden sich mit sehr mächtigen Gegnern an, aber überstehen das Abenteuer natürlich trotzdem gerade so mit heiler Haut.
Nette Unterhaltung, gut geeignet für lange Zug- oder morgendliche Busfahrten. Vielleicht lese ich die nächsten Bartimäus-Bände demnächst auch noch.
-elmyra- - 26. Feb, 16:15
Elmyra liegt seit gestern krank im Bett - mit Magenschmerzen und Übelkeit. :-(
Heute geht's ein bisschen besser und ich hab's zumindest bis an den Computer geschafft. Also: es wird Zeit, das letzte Buch nachzutragen, was ich gelesen habe.
Eine langweilige Rückfahrt mit dem Zug aus München stand bevor. Also ab in die Bahnhofsbuchhandlung - vielleicht gibt's da ja was Nettes zum Lesen, damit die Zeit schneller vorbeigeht. Und tatsächlich, nach längerer Suche fällt mir der vierte Band aus Ann Grangers "Fran Varady"-Reihe in die Hände. Volltreffer. Die ersten beiden Bände waren super, also kann der vierte nicht so schlecht sein (den dritten gab's leider nicht).
Die Hauptfigur dieser Krimireihe ist Fran. Eine junge Frau, im Leben irgendwie gestrandet, ohne Wohnung, ohne Familie. Das einzig Konstante in ihrem Leben ist ihr bester Freund Ganesh - und das Talent, in Schwierigkeiten zu geraten. Diesmal wird sie von einem Privatdetektiv aufgesucht, der behauptet, von ihrer Mutter geschickt worden zu sein. Dabei dachte Fran, dass ihre Mutter seit vielen Jahren tot ist. Doch ihre Mutter lebt - vermutlich aber nicht mehr lange. Und sie hat eine Aufgabe für Fran...
Auch dieser Krimi ist im typischen Ann-Granger-Stil geschrieben: flott, lustig, spannend. Einfach schön zu lesen - und viel zu schnell vorbei.
-elmyra- - 4. Feb, 09:38